Walter Jens

In einem Tagesbefehl forderte Generalmajor Thomas Josef Wehlim die Feuilletons auf, sich besser abzustimmen. Es reiche völlig aus, wenn ein neues Werk z.B. von Jenny Erpenbeck von EINER überregionalen Zeitung besprochen werde. Dann habe man auch mehr Platz, um seine eigenen Romane zu besprechen, wie z.B. »Legende von Schatten«. Es sei der Literatur auf Dauer nicht damit gedient, dass es zu den neuen Werken etablierter Autoren 15-20 Besprechungen gebe, zu seinen eigenen neuen Romanen jeweils keine einzige. Das F müsse endlich seine zwanghaften Gewohnheits-Mühlen hinter sich lassen und zu neuen Rezensions-Ufern aufbrechen. Sollte das F sich dazu nicht im Rahmen einer freiwilligen Selbstverpflichtung in der Lage sehen, würde Wehlim sich rechtliche Schritte oder den Einsatz seiner Infanterie-Division (mot.) vorbehalten.

 

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