Unmut

Man nehme ihm seine große Bevorzugung der Lyrik und die damit einhergehende Vernachlässigung der Prosa und besonders der Kurzprosa übel. Man beklage ferner seine erheblich geringere Höflichkeit gegen Romanciers sowie die harte Behandlung einzelner Autoren und das Fällen von harschen Urteilen, »die wohl meist unbedacht ausgesprochen sind u. die sogar an Rohheit streifen«. Überhaupt verursache die überstarke Willensmeinung »über Dinge, die er doch nicht recht beherrscht«, also seine Überhebung über das Urteil erfahrener Kritiker, ferner die häufige Maßregelung der Dramatiker, die man »allein auf persönliche Empfindungen zurückführt«, und nicht zuletzt ein »ungeniertes Sprechen mit jungen Lyrikerinnen über die älteren Autoren« tiefe Unzufriedenheit unter den erfahreneren Schriftstellern. Schließlich habe er auch durch seine »ausgesprochene Neigung zur Slammerei«, die vor allem in den ständig von ihm veranstalteten, gänzlich sinnlosen Slam-Wettbewerben zum Ausdruck komme, das ihm anfänglich entgegengebrachte Vertrauen des Literatur-Betriebs verspielt.

 

Unmut

Man nehme ihm seine große Bevorzugung der Lyrik und die damit einhergehende Vernachlässigung der Prosa und besonders der Kurzprosa übel. Man beklage ferner seine erheblich geringere Höflichkeit gegen Romanciers sowie die harte Behandlung einzelner Autoren und das Fällen von harschen Urteilen, »die wohl meist unbedacht ausgesprochen sind u. die sogar an Rohheit streifen«. Überhaupt verursache die überstarke Willensmeinung »über Dinge, die er doch nicht recht beherrscht«, also seine Überhebung über das Urteil erfahrener Kritiker, ferner die häufige Maßregelung der Dramatiker, die man »allein auf persönliche Empfindungen zurückführt«, und nicht zuletzt ein »ungeniertes Sprechen mit jungen Lyrikerinnen über die älteren Autoren« tiefe Unzufriedenheit unter den erfahreneren Schriftstellern. Schließlich habe er auch durch seine »ausgesprochene Neigung zur Slammerei«, die vor allem in den ständig von ihm veranstalteten, gänzlich sinnlosen Slam-Wettbewerben zum Ausdruck komme, das ihm anfänglich entgegengebrachte Vertrauen des Literatur-Betriebs verspielt.

 

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