Tablets

Leistungs-Effekte des kognitiven »Multi-Taskings«: Smartphones beim Romanlesen: Täuscht der Eindruck, dass Menschen beim Romanlesen viel häufiger als früher Fragen an die Hauptfiguren stellen, die nur wenige Minuten zuvor explizit vom Erzähler erklärt worden waren? Unaufmerksame Leser gab es schon immer, aber in den vergangenen Jahren scheint das Phänomen deutlich zuzunehmen (Wehlim, 2014). Die digitalen Mobilgeräte und der kabellose Online-Zugang bieten ein Ablenkungs-Potenzial, das über die früheren »Low-tech Distractions« wie schönen Frauen nachgucken weit hinausgeht (Wehlim / Leppuhr, 2003). Es geht dabei nicht um die Frage, ob die Medien-Nutzung als intentionaler Inhalt von Romanen nutzbringend ist. Da die digitalen Medien und Geräte oft ohne Bezug zum Roman genutzt werden, muss vielmehr gefragt werden, welche Leistungs-Effekte das dauerhafte »online Sein« mittels Smartphone, Tablets etc. generiert. Apologeten des Digitalen argumentieren, dass der Mensch multitasking-fähig sei, sodass positive Leistungs-Effekte zu erwarten seien, was vereinzelt auch empirisch gefunden wird (Wihlem et al., 2013).

 

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