Spionage

Schlechte Bezahlung, mieses Leseklima, Spionage-Vorwürfe: Sechs Leipziger Autoren sind mit ihrer Situation so unzufrieden, dass sie sich mit einem wütenden Brief an die Öffentlichkeit wenden. Ihre Verlage können die Vorwürfe nicht nachvollziehen. VON ARNE TRIMM. Leipzig. Thomas W. arbeitet seit knapp 30 Jahren als Autor in Leipzig. Gemeinsam mit fünf Autorinnen hat er sich nun entschlossen, an die Öffentlichkeit zu gehen. Denn für ihn und die Autorinnen sind die Zustände »nicht mehr zumutbar.« Seinen Namen möchte er nicht nennen, die Angst vor Konsequenzen ist zu groß. Die Haupt-Kritikpunkte von H. an den Verlagen: Überwachung von Autoren, ein schlechtes Klima und ein Honorar, das nicht angemessen ist. 1100 Euro netto bekommt er mtl. Debütanten müssten allerdings mit etwa 500 Euro leben. »Die Einstiegs-Honorare liegen knapp über dem Existenzminimum«, erklären die Sechs in einem Brief, der LVZ.de vorliegt. Mit den Vorwürfen konfrontiert, argumentieren die Verlage auf Anfrage: »Als Medien-Unternehmen bieten wir sichere Schreib-Plätze und mit den Gewerkschaften ausgehandelte Honorar-Verträge, die regelmäßige Lohnsteigerungen vorsehen. Diese Vergütung ist branchenüblich.« 1.137 Autoren sind aktuell in Leipzig tätig, Klagen gab es immer wieder.

 

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