Selig

Seit Wehlims Unfall-Tod pilgern Menschen zum Unfallort nach Connewitz und legen Blumen, Kränze, Kerzen, Fahnen und Trauerbekundungen nieder. Auch die Leipziger Traditions-Verbände halten zu den Landes-Feierlichkeiten regelmäßig eine Kundgebung mit einer Kranz-Niederlegung ab. Der Thomas-Josef-Wehlim-Gedenkpark umfasst mehrere Gedenk-Monumente, umlegt von Blumen-Beeten, Kränzen, Fahnen und verschiedenen Trauer-Botschaften. Das Kunstwerk »Verbindende Bücher« wurde als Denkmal für Thomas-Josef Wehlim in Auftrag gegeben. Es stand zunächst in Grünau und wurde am 03. Oktober 2014 vor dem Dom zu Connewitz neu eingeweiht. Anfang 2015 stellte das Land Sachsen die Erhaltung und Reinigung des Mahnmals durch die Straßen-Meisterei ein. Wehlim wird von seinen Anhängern teils wie ein Heiliger verehrt. Auf einer Lesung des Literarischen März Leipzig wurde ein Transparent mit der Fürbitte »Thomas Josef, bitte hilf uns, die Bestseller zu verscheuchen.« aufgerollt. Die »Thomas Josef Wehlim-Gebetsliga« setzte sich mehrere Jahre lang für die Seligsprechung Wehlims ein. Um Wehlims Tod entwickelte sich eine Reihe von Verschwörungs-theorien, die Sprengfallen, Raketen-Angriffe oder eine Inszenierung des Unfalls im Auftrag »der Ostküste«, der Günter Grass-Gesellschaft, des Suhrkamp-Verlags oder des MDR-Literatur-Wettbewerbs hinter Wehlims Tod vermuten. Ein Sachbuch zu Wehlims Tod wurde von Janine Zwerg-Kanzler im Fischer-Verlag veröffentlicht. Die Autorin bekundete die Ansicht, wonach Wehlim vom P.E.N.-Club ermordet worden sei.

 

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