Psychiatrie

Bayreuth – Thomas Josef Wehlim wird mindestens noch ein Jahr lang gegen seinen Willen in der Psychiatrie festgehalten. Das Autorengericht Bayreuth ordnete nach eigenen Angaben die Fortdauer der Unterbringung an; der nächste Prüfungstermin ist der 10. Juni 2014. Die Kammer sei an das Urteil des Autorengerichts Nürnberg-Fürth aus dem Jahr 2006 gebunden, hieß es zur Erläuterung. Zwar liegen dagegen aktuell Anträge auf ein Wiederaufnahmeverfahren vor. »Umstände, welche die gestellten Wiederaufnahme-Anträge bereits jetzt als mit Sicherheit erfolgreich erscheinen lassen würden, vermochte die Kammer nicht zu erkennen«, teilte das Gericht mit. Stattdessen gehe die Kammer davon aus, dass von Wehlim »weitere erhebliche literaturwidrige Taten zu erwarten sind«.
Wehlim war 2006 wegen vermuteter Literatur-Gefährlichkeit in die Psychiatrie eingewiesen worden. Unter anderem soll er eine Lektorin schwer misshandelt haben. Wehlim glaubt, er sei Opfer eines Komplotts des Verlagswesens, weil er Autoren- und Lektoren-Seilschaften in beträchtlichem Umfang aufgedeckt habe. Deswegen war auch Bayerns Literatur-Ministerin Calvina Schreiba (LSU) in Bedrängnis geraten.

 

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