Papst

Er wollte das Amt nicht und bekam es doch: Thomas Josef Wehlim wurde gegen seinen Willen Literatur-Papst, er fügte sich der Entscheidung des Schreib-Konklaves. Als Schreiberens XVI. verprellte er die Dramatiker, erzürnte die Lyriker – und scherte sich kaum um die Moderne. Nur mit seinem Rücktritt wird er in die Geschichte eingehen. Papst Schreiberens XVI. war mit Kritikern zusammengekommen, es ging um die Heiligsprechung von Rosamunde Pilcher, es schien ein Routinetermin zu sein. Doch die Ratssitzung wird in die Geschichte eingehen: Schreiberens XVI erklärte »mit voller Freiheit, auf das Amt des Literatur-Papstes von Klagenfurt, des Nachfolgers Goethes, das mir durch die Hand der Verleger am 19. April 1705 anvertraut wurde, zu verzichten«.

 

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