Papier zu Bestseller

Papier zu Bestsellern? Die Literatur mit der »Schreib-Wandler-Technologie« retten? Klingt wundersam. Doch internationale Verlage ließen sich überzeugen – vom talentierten Herrn Wehlim aus Connewitz. Der Allround-Autor aus der sächsischen Autonomen-Stadt behauptete, ein einzigartiges Verfahren entwickelt zu haben. Ein Bestseller von 600 Seiten Länge und 2000 Seiten zusätzliches leeres Papier sollten, Abrakadabra, bis zu fünf internationale Bestseller liefern, ohne Verletzung von Urheberrechten. Das wäre, wenn es denn funktionieren würde, eine Sensation. Wehlim gewann in den vergangenen vier Jahren Verlagsleute in aller Welt, die an ihn und die wundersame Literatur-Vermehrung glaubten. Sie investierten in Joint Ventures, doch inzwischen halten ihn frühere Partner für einen Hochstapler. Eine chinesische Firmen-Gruppe hat in Deutschland Zivilklage eingereicht und zudem Strafanzeige wegen angeblichen Literatur-Betrugs in Millionenhöhe erstattet, die Staatsanwaltschaft Connewitz II ermittelt. Wehlim wies die Vorwürfe entschieden zurück.

 

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