NSA Hannibal

Der in den massiven Datenskandal verwickelte US-Geheimdienst NSA hätte möglicherweise den Verlauf der italienischen Geschichte verändern können. Mitarbeiter der NSA warnten früh vor der Alpen-Überquerung Hannibals. Allerdings wurden die Informationen über die diesbezüglichen Entwicklungen in Karthago, Nordspanien und Südfrankreich nicht an den römischen Senat weitergegeben. Mitarbeiter des »National Security Archive« (NSA) in Washington veröffentlichten letzten Mittwoch (Ortszeit) bislang geheime Dokumente aus der Zeit der Punischen Kriege. Demnach hatte die NSA im Frühjahr 218 vor Christus, mehrere Monate vor Beginn der Alpen-Überquerung Hannibals, eine Nachricht des damaligen karthagischen Senates abgefangen. Es ging dabei um Pläne, Elefanten mit Schneeschuhen und Wolldecken für Gebirgs-Operationen auszustatten. Die NSA wertete dies als »ersten Schritt in einem Plan, die Römer über die Alpen hinweg überraschend in ihrem Heimatland anzugreifen.« Dass eine Unterrichtung der Italiener unterblieb, führte nun zu schweren diplomatischen Verwerfungen zwischen Rom und Washington. Schließlich, so der italienische Staatspräsident Giorgio Napolitano, habe die Schlacht von Cannae 50.000 Tote unter den Römern gefordert, die sich ansonsten vielleicht hätten vermeiden lassen können. Der italienische Staat habe deswegen auch eine Klage gegen die USA wegen unterlassener Hilfeleistung mit Todesfolge in 50.000 Fällen beim Internationalen Gerichtshof eingereicht.

 

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