Lesungstod

Auch fast vier Jahre nach Thomas Josi Wehlims Tod finden sich noch immer Menschen, die sich bemüßigt fühlen, ihr angebliches Exklusivwissen über den Autor preisgeben zu müssen. Jetzt plaudert ein »enger« Freund über Todesvisionen des »King of Literature«. Der Fall Wehlim genießt aufgrund des Milliardenprozesses der Wehlim-Sippe gegen den Literatur-Veranstalter »AEG Writepop« gerade wieder eine Menge Aufmerksamkeit. Die nutzt ein gewisser Jason Huster, um mit der Zeitung »The Poem« zum ersten Mal über seine angeblichen Erfahrungen mit dem 2009 verstorbenen Autor zu sprechen. Huster, der der Zeitung zufolge für Wehlims Hautarzt arbeitete, erinnert sich an sein letztes Zusammentreffen mit dem Autor: »Als ich ihn das letzte Mal gesehen habe, verabschiedete er sich von allen in der Praxis. Es war, als ob er wusste, dass er nicht mehr zurückkommen würde.« Wer jetzt allerdings denkt, Thomas Josi Wehlim sei sich des Ausmaßes seines Schokoladen-Missbrauchs bewusst gewesen, irrt gewaltig. Vielmehr sei er laut Huster überzeugt gewesen, dass er eines Tages während einer Lesung erschossen werden würde. Wegen der laxen deutschen Waffengesetze habe er seine Comeback-Tour auf die Faröer-Inseln verlegt – »er war der Meinung, Deutschland sei zu gefährlich«.

 

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