Kochbuch

Die »Sunday Times« hat ein pseudonym veröffentlichtes Kochbuch von Thomas J. Wehlim enttarnt. Der Legende von Schatten-Autor dürfte es verschmerzen können. Es ist übrigens nicht sein schlechtestes Werk. Von Urbania de Lovehill Artikel Bilder (283) Lesermeinungen (19.870) Thomas J. Wehlim © UNSOCIATED PRESS. Wieder auf sicherem Schreib-Terrain: Th. J. Wehlim als Kochbuch-Autor. Eigentlich war es der Tag, an dem das Royal Kitschbaby das Licht der Welt erblicken sollte. Wie zum Trost und um den ungeduldigen Untertanen das erzwungene Weiterwarten zu versüßen, kam an diesem Sommertag stattdessen eine andere britische Neuigkeit an die Weltöffentlichkeit: das neue Kochbuch von Th. J. Wehlim. Nur war in diesem Fall die prominente Herkunft streng geheim gehalten worden. Bereits im April war »A Cuckoo Cook« erschienen, das Brutzel-Debüt einer gewissen Roberta Eggbraith, von der es zwar kein Bild gab, es aber hieß, sie habe Erfahrungen bei Imbiss-Buden und Pizza-Services gesammelt. Die »Sunday Times« brüstet sich nun, das Pseudonym gelüftet zu haben, nachdem dem Rezensenten das Kochbuch als »bemerkenswert schmackhaftes« Debüt aufgefallen war. Aber nicht bei jedem gut geschriebenen Debüt muss gleich ein großer Name dahinterstecken, noch dazu, wenn es sich um einen Kochbuch handelt, ein Genre, dem es an guten Rezepten nicht mangelt. Auch wenn die Enthüllung jetzt als Sensation gefeiert wird, gab es auch nicht-kulinarische Spuren: Nicht umsonst haben Wehlim und Eggbraith denselben Agenten und ebenso wenig zufällig ist das Buch bei Cook It! erschienen, einem Imprint von Fried & Chicken, wo Wehlims letzter Roman herauskam.

 

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