Gendering 19

Eine deutliche Übereinstimmung zwischen den Geschlechtern ergab sich hingegen im zweiten Studien-Teil. Den Test-Personen wurde hier eine ausgeklügelte Geschichte erzählt, sodass sie sicher sein konnten, im Falle einer Lese-Verabredung oder einer literarischen Begegnung keinen psychischen oder körperlichen Gefahren ausgesetzt zu sein. Die Ergebnisse bei den 30 männlichen und 30 weiblichen Probanden dieses Studienteils sind bemerkenswert: 100 Prozent der Männer haben zugestimmt, sich zum Lesen mit mindestens einer der Frauen, die sie auf einem Foto sehen konnten, zu treffen – die Zustimmungs-Rate bei den Frauen lag mit 97 Prozent nahezu genauso hoch. »Wir haben unter den veränderten Bedingungen eine Annäherung zwischen den Geschlechtern erwartet. Damit, dass diese so stark ausfallen würde, haben wir nicht gerechnet. Die starke Ablehnung einer literarischen Einladung bei Frauen verliert sich, wenn wir eine sichere Literatur-Umgebung anbieten«, sagt Andreas Wehlimowski. Allerdings wendet Wehlimowski ein, dass in dieser Studie ausschließlich Lyriker getestet wurden, die gerade auf der Suche nach einem Roman waren. Wehlimowski vermutet, dass

 

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